Archiv der Kategorie: Rechenmaschinen

Madas VII T Malta

SHBS Mitglieder stellen Ihre Sammlung vor

Heute: die Madas VII T Malta, vorgestellt von Gérard Schmid

Madas VII T Malta, Seriennummer 7691, Sammlung G. Schmid 2017. Tastatur mit den frŸüheren runden kleinen Tasten mit 9.5 mm Durchmesser.
Madas VII T Malta, Seriennummer 7691, Sammlung G. Schmid 2017.  Tastatur Steuertasten, mit 12 mm Durchmesser.

Die ersten Madas von H.W. Egli, Wollishofen, mit voller Tastatur erschienen 1922 auf dem Markt. Die Tastaturen waren mit kleinen runden Tasten versehen, die Egli bereits 1913 bei den Millionär Maschinen angewendet hatte.

Die hervorragend gut erhaltene 9-7-12 VII T Malta mit Seriennummer 7691 dürfte wohl von 1924 stammen und stellt ein eher seltenes Exemplar von einer früheren Madas Tastatur Maschine dar.

Ab 1925 wurden diese runden Tasten, aus vermutlich ergonomischen Überlegungen, durch die klassischen, rechteckigen Madas Tasten systematisch ersetzt.

Als Tastatur Vergleich wird noch eine spätere VII T Malta von 1929, mit Seriennummer 11386, gezeigt.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.  Klassische rechteckige Madas Tasten mit 13.5 mm Breite.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. Tastatur Steuertasten, mit 16 mm Durchmesser.

Die erste Tastatur bei einer Staffelwalzen Rechenmaschine erschien bereits 1906. Es war eine XxX von Seidel & Naumann, Dresden. Die Architektur der Tastatur beruhte auf einer Idee von Arthur Burkhardt (1857-1918), nämlich der Teilung der originalen Leibniz Staffelwalzen in neun Segmente, die selbst neun Zahlräder steuern.

Arthur Burkhardt, Kaiserliches Patentamt, Patentschrift Nr. 189 141, 28. April 1906.

Es ist Egli gelungen, eine noch kompaktere Tastatur zu bauen, indem er die Staffelwalzen nur fünfmal teilte. Vier Segmente davon steuern zwei Zahlen des Resultats Registers. Einzig die Zahl 1 hat ihr eigenes Segment. Vier Zahlräder werden, je nach Zahlauswahl, nach oben oder unten verschoben. Einzig das Zahlrad von der Ziffer 9 wird nur nach unten geschoben.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                               Die füŸnffach geteilten Staffelwalzen mit ihren fŸünf ZahlrŠädern auf ihren quadratischen Achsen, auf Stellung 0.

Die Schlüsselidee von Egli für die Steuerung der Zahlräder war die Konstruktion eines Übertragungsgitters zwischen der Tastatur und den fünffach geteilten Staffelwalzen.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. †Übertragungsgitter zwischen Tastatur und geteilten Staffelwalzen.

Mit dieser neuen Architektur konnten nicht nur die Länge der früheren Burkhardt Staffelwalzen gekürzt werden, sondern auch die neun Zahlräder auf fünf reduziert werden.

Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                       Untere Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                                 Die fŸünf Zahlrad Schieber (2+3) auf der unteren Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017.                         Obere Seite des †Übertragungsgitters.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017. Die fŸünf Tasten Befehls EmpfŠänger auf der oberen Seite des †Übergangsgitters, die, je nach gewŠählter Zahl Wahltaste, nach oben oder nach unten verschoben werden.
Madas VII T Malta, Seriennummer 11386, Sammlung G. Schmid 2017

Mit ihrer genialen Tastatur ging die VII T Malta aus 1922 in die Geschichte der mechanischen Rechenmaschinen ein, als starkes Symbol der höchsten technischen Eleganz und der Robustheit von den bemerkenswerten Maschinen aus Wollishofen.

Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag! Wenn auch Sie Ihre Schätze vorstellen wollen, schreiben Sie gerne dem Webmaster.

Haben Sie Fragen oder Mitteilungen an Herrn Schmid?

* zwingende Angabe

Acceptable file types: doc,docx,pdf,txt,gif,jpg,jpeg,png.
Maximum file size: 1mb.

Madas IX Maxima

SHBS Mitglieder stellen Ihre Sammlung vor

Heute: die Madas IX Maxima, vorgestellt von Gérard Schmid

Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.

Die erste mechanische Rechenmaschine, die eine Division automatisch ausführen konnte, war die 7-7-12 Schieber Madas VII Max von H.W. Egli, Wollishofen. Die Maschine erschien 1913, trug die Seriennummer 3500 und war auf einem Patent von Erwin Jahnz konstruiert.

Sehr früh folgten die Schieber Super Langen Madas mit 60.5 cm Breite, nämlich das Model VIII und die berühmte 9-9-16 IX Maxima.

Die abgebildete IX Maxima trägt die Seriennummer 3842 und gehört zu den Ersten dieser Reihe. Sie stammt wohl von 1915. Wie alle Madas von H.W. Egli, trägt sie auf der Frontplatte die US Patentreferenz von Erwin Jahnz.

Die VII Max und die IX Maxima waren für H.W. Egli echte Erfolgsmaschinen und wurden bis Ende der zwanziger Jahre gebaut!

Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.
Madas IX Maxima, Seriennummer 3842, Sammlung G. Schmid 2017.

Vielen Dank an Gérard für diesen Beitrag! Wenn auch Sie Ihre Schätze vorstellen wollen, schreiben Sie gerne dem Webmaster.

Haben Sie Fragen oder Mitteilungen an Herrn Schmid?

* zwingende Angabe

Acceptable file types: doc,docx,pdf,txt,gif,jpg,jpeg,png.
Maximum file size: 1mb.

Grosser Erfolg von Meilensteine der Rechentechnik

Liebe Mitglieder und Rechenmaschineninteressierte

Dr. Herbert Bruderer informiert, dass zu seinem neuen 850-seitigen Buch „Meilensteine der Rechentechnik“ aus dem deutsch-, französisch- und englischsprachigen Raum hervorragende Kommentare eingegangen sind. Es gilt bereits jetzt international als Standardwerk. Der Erstdruck war innerhalb von 10 Tagen vergriffen. Ein erster Nachdruck ist in wenigen Tagen erhältlich.

Das Buch kann über den Buchhandel, übers Internet oder direkt beim Verlag bestellt werden:

http://www.degruyter.com/view/product/432414

Bitte beachten Sie auch untenstehende pdfs mit weiteren Informationen:

Georg Sommeregger

Buchneuerscheinung: Meilensteine der Rechentechnik

Kolleginnen und Kollegen im SHBS,

seien Sie auf folgende Buchneuerscheinung hingewiesen, mit herzlicher Empfehlung der Redaktion:
Herbert Bruderer: Meilensteine der Rechentechnik

Zur Geschichte der Mathematik und der Informatik

  • Zahlreiche neue Funde von seltenen historischen Analog- und Digitalrechnern und bisher unbekannten Schriftstücken, Zeichnungen und Bildern aus Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Frankreich
  • weltweite mehrsprachige Bibliografie zur Informatikgeschichte mit über 3000 Einträgen
  • 12 Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Bedienung (analoger und digitaler) historischer Rechengeräte
  • 75 vergleichende tabellarische Übersichten
  • 200 Abbildungen
  • 20 umfangreiche listenförmige Aufzählungen
  • 7 Zeittafeln

De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2015, rund 860 Seiten

Lesen Sie hier eine detaillierte Präsentation (pdf, 3 Seiten): Meilensteine_der_Rechentechnik_Neuerscheinung_1.9.2015g

mechanicalculator.com

Der werte Leser und die werte Leserin sei auf eine schöne Webseite über mechanische Rechenmaschinen hingewiesen. Sie wird von Kees Nagtegaal betrieben und ist auf Englisch und Niederländisch einsehbar.

Unter anderem bietet Herr Nagtegaal einen wunderschönen Katalog zur freien Einsicht an.

Und hier ist die Seite: MechaniCalculator, www.mechanicalculator.com (besucht am 29. August 2015).

Weitere interessante Seiten finden Sie unter der Rubrik „Links„.

Webtip: www.madas.ch

Auf madas.ch findet der/die Interessierte eine wunderschöne Vorstellung der Produktion der H.W. Egli A.G.

Betrieben wird die Seite von Herrn Gerald Saudan in Yens, Kanton Wadt. Sie ist auf Englisch verfasst, was wieder eine gute Gelegenheit ist, sich in dieser Weltsprache zu üben.

Der Besuch sei jederman/frau empfohlen.

www.madas.ch

Weitere links zu unserem Fachgebiet finden Sie hier.

Hans Peter Schaub und das Summameter in der Berner Zeitung

Ganz grosser Bahnhof für SHBS Mitglied Hans Peter Schaub und seine Summameter Addiermaschine – punktgenau zum Internationalen Sammlertreffen des SHBS in Sumiswald BE zu Pfingsten 2015 veröffentlichte die Berner Zeitung einen grossen Artikel über die für das Treffen angekündigte – und gelieferte – Weltsensation:

http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/Das-Geheimnis-des-Summameters/19504331/print.html

Hier die Bilder und ein pdf des Artikels (© B. Mathys / C. Beck, Berner Zeitung):

20120522_Summameter_ bernerzeitung.ch

Hanspeter Schaub besitzt eine wertvolle, um die vorletzte Jahrhundertwende gefertigte Rechenmaschine aus Sumiswald.. © Beat Mathys
Hanspeter Schaub besitzt eine wertvolle, um die vorletzte Jahrhundertwende gefertigte Rechenmaschine aus Sumiswald.. © Beat Mathys
Hanspeter Schaub besitzt eine wertvolle, um die vorletzte Jahrhundertwende gefertigte Rechenmaschine aus Sumiswald.. © Beat Mathys
Hanspeter Schaub besitzt eine wertvolle, um die vorletzte Jahrhundertwende gefertigte Rechenmaschine aus Sumiswald.. © Beat Mathys

 

Überraschende Funde zur Curta

“Bei Nachforschungen zur Geschichte der Rechentechnik kamen am 25. November 2014 im Schreibmaschinenmuseum Beck in Pfäffikon ZH u.a. Zeichnungen zur legendären mechanischen Rechenmaschine Curta, anfänglich „Liliput“ genannt, zum Vorschein. Sie wurden im Konzentrationslager Buchenwald vom Erfinder Curt Herzstark erstellt. Der Nachlass, den Herzstarks Lebensgefährtin Christine Holub dem Museumsbesitzer Stefan Beck schenkte, umfasst zudem einen Briefwechsel mit berühmten, längst untergegangenen Schweizer Rechenmaschinenherstellern und Kun- denverzeichnisse. Bemerkenswert ist ferner ein Vertriebsvertrag mit der Firma Rheinmetall-Borsig in Sömmerda, der kurz vor Herzstarks dramatischer Flucht aus Thüringen geschlossen wurde.

Herbert Bruderer”

Lesen Sie den Beitrag von Herrn Bruderer hier:

Überraschende_Funde_zur_ =?UTF-8?Q?kleinsten=5Fmechanischen=5FRe?= =?UTF-8?Q?chenmaschine=5Fder=5FWelt=5FKZ?= _Buchenwald_2.12.2014

mit Dank an Herrn Bruderer und Herrn Beck.